Warum die Vorbereitung beim Backyard Ultra alles entscheidet
Ein Backyard Ultra ist kein normaler Ultramarathon. Kein definiertes Ziel, keine fixe Distanz – stattdessen läufst du so weit wie möglich – Runde für Runde, bis du selbst entscheidest oder dein Körper die Entscheidung für dich trifft. Das klingt radikal einfach, und genau das ist es: radikal. Aber was viele unterschätzen, ist die Tatsache, dass das Rennen nicht nur auf dem Kurs entschieden wird, sondern auch zwischen den Runden.
6,7 Kilometer pro Runde, eine Stunde pro Loop, immer wieder. Klingt überschaubar. Und genau das ist die Tücke: Man denkt, man hat Zeit. Hat man nicht. Wer in der Homebase auch nur zwei Minuten sucht, kämpft, zögert – der verliert. Nicht einmal dramatisch. Schleichend. Runde für Runde.
Und niemand möchte erleben, wenn nachts plötzlich die Stirnlampe versagt, die Klamotten feucht sind, die Crew nicht weiß, wo all die Sachen zu finden sind die du als Läufer brauchst, und du selbst zu müde bist oder die Zeit zu knapp ist, um irgendetwas zu koordinieren. Das ist vermeidbar. Mit der richtigen Vorbereitung.
Diese Packliste ist das Ergebnis aus eigener Erfahrung. Sie war für mich in den letzten Rennen immer eine gute Planungsbasis und sie deckt genau die drei Bereiche ab, die beim Backyard Ultra wirklich zählen: die Homebase, die Verpflegung und die Kleidung.
Ein Hinweis vorab: Viele Läufer starten ohne Crew – weil niemand verfügbar ist, weil sie es so wollen oder weil es ihr erster Backyard ist und sie noch niemanden haben, der mitkommt. Das ist völlig normal und kein Nachteil, der dich stoppen sollte. Es bedeutet nur, dass du die Organisation, die sonst die Crew übernimmt, selbst in die Hand nimmst: Homebase vorher penibel vorbereiten, alles sortiert, griffbereit und beschriftet, Verpflegung vorportioniert, Kleidung nach Runden geplant. Wer solo startet und das ernst nimmt, ist oft besser organisiert als manches Team.
Die Homebase – dein Kommandozentrum beim Backyard Ultra
Die Homebase ist beim Backyard Ultra fast schon die halbe Miete. Wenn dort Chaos herrscht, kostet dich das Runde für Runde unnötig Kraft. Und sie ist nicht nur für den Läufer wichtig, sondern auch für die Crew. Das Zelt oder der Pavillon ist Arbeitsplatz, Aufenthaltsort und Rückzugsort in einem – gleichzeitig.
Essen wird vorbereitet, Kleidung sortiert, Geräte geladen, Dinge organisiert – und zwischendurch wird kurz durchgeatmet. Viele Backyard-Veranstaltungen bieten bewusst Platz für Basecamp, Crew und persönliche Aid-Station an. Genau deshalb lohnt es sich, diesen Bereich wirklich gut zu planen. Nicht als Afterthought, sondern als eigenes Projekt.
Ausrüstung für die Homebase
- Pavillon mit Seitenteilen, Heringen und Abspannschnüren – schützt vor Sonne, Regen, Wind und vor allem vor Tau in der Nacht. Nasse Wechselklamotten oder durchnässte Verpflegung braucht wirklich niemand.
- Gummihammer oder Hammer – klingt banal, ist aber essenziell. Wenn der Pavillon bei Wind nicht sauber steht, fängt der Stress schon vor der ersten Runde an.
- Tisch mit Hockern – damit Essen, Flaschen, Lampen und Kleidung nicht kreuz und quer herumliegen. Ordnung spart Zeit – bei jedem Einlauf.
- Liegestuhl – für die kurzen Pausen Gold wert. Kurz hinsetzen, Beine hoch, einmal durchatmen. Mehr will man nach Stunde zehn oft gar nicht.
- LED-Leuchte für das Pavillon in der Nacht – spätestens wenn es dunkel wird, bist du froh, wenn du nicht jede Socke und jeden Riegel mit der Stirnlampe suchen musst. Und deine Crew muss nicht die ganze Zeit im Dunklen ausharren.
- Durchsichtige, beschriftete Boxen – klingt unspektakulär, spart aber in der Nacht und in müden Phasen richtig viel Zeit. Wenn alle wissen, in welcher Box die Socken sind, ohne nachdenken zu müssen, ist das echte Zeitersparnis.
- Decke oder Schlafsack für den Stuhl – nicht zum romantischen Campen, sondern weil Auskühlen in einer Pause schneller geht als gedacht. Warme Beine während der Pause sind keine Sentimentalität. Und denke auch wieder hier an deine Helfer, falls dabei. Kalte Nächte können wirklich grausam kalt werden, wenn man Stunde für Stunde ohne große Bewegung warten muss.
- Timer oder gut sichtbare Uhr – in der Homebase. Wenn Helfer kochen, umziehen helfen oder du selbst kurz in dich zusammensackst, ist eine sichtbare Zeitanzeige pures Gold.
Verpflegung – was du wirklich brauchst (und was nicht)
Beim Backyard Ultra geht es den wenigsten darum, als Letzter übrig zu bleiben. Die meisten wollen einfach wissen, wie weit sie kommen – mit ihren eigenen Fähigkeiten, an diesem Tag. Und was dabei zählt: nicht die ausgefeilteste Strategie, sondern dass du auch nach 20 Stunden noch irgendetwas Vernünftiges runterbekommst. Das ist ein echter Unterschied.
Nicht bei jedem Backyard ist die Veranstalter-Verpflegung automatisch ausreichend, hochwertig oder kompatibel mit dem, was du gut verträgst. Gerade wenn du bei Koffein, Salz, Getränken oder bestimmten Lebensmitteln empfindlich bist, solltest du dich nicht darauf verlassen, dass vor Ort genau das wartet, was du brauchst. Manche Rennen schreiben sogar explizit, dass man spezielle Getränke und Nahrung bitte selbst mitbringen soll. Also auch unbedingt die Website des Veranstalters davor nochmals checken und lieber etwas mehr selbst mitbringen.
Und noch etwas: Denk bei der Planung nicht nur an dich als Läufer. Die Crew macht viele Stunden aktiv mit. Wer nur für den Läufer packt und die Helfer von ein paar Chips leben lässt, merkt das irgendwann – weil eine erschöpfte Crew keinen guten Job macht. Bei manchen Events ist die Aid-Station-Verpflegung sogar ausdrücklich nur für registrierte Läufer vorgesehen. Also: Crew mitversorgen.
Küche und Ausrüstung für die Verpflegung
- Gaskocher mit ausreichend Gaskartuschen – warmes Essen und heiße Getränke können nachts oder bei Regen mental extrem viel ausmachen. Ist aber eigentlich nur wichtig, wenn du einen Hilfstrupp dabei hast.
- Kochtöpfe oder Pfanne – damit die Homebase nicht nur Snacklager ist, sondern auch Warmes möglich wird.
- Espressokocher – für alle, die auf richtigen Kaffee setzen statt auf Energydrinks.
- Feuerzeug – ohne das wird der beste Kocher wertlos. Klingt offensichtlich, wird trotzdem vergessen.
- Thermoskanne – ideal für Brühe, Tee oder Kaffee. So muss nicht jede Pause neu gekocht werden.
- Tassen und Becher – für Kaffee, Brühe oder Tee deutlich angenehmer als alles aus der Flasche.
- Besteck und Schneidebrett – Macht die Essensvorbereitung deutlich entspannter.
- Kühlbox – damit Getränke kalt bleiben und empfindlichere Lebensmittel nicht kippen.
- Salz und Pfeffer – kleine Sache, großer Effekt. Wenn du nach vielen Stunden noch etwas Warmes isst, ist nicht ganz so fad plötzlich richtig gut.
Meine persönliche Backyard Ultra Food- & Helferlein-Favoritenliste
Die folgende Liste ist meine persönliche Zusammenstellung – Dinge, die bei mir bei keinem Backyard Ultra fehlen dürfen. Was davon für dich funktioniert, hängt von deinem Körper, deinen Vorlieben und deiner Strategie ab.
Getränke
- Cola – ein Klassiker im Ultralauf. Schnelle Kohlenhydrate, Koffein – versuche ich aber erst später im Rennen einzusetzen wenn ich wirklich den “Kick” brauche. Ich bevorzuge kleine Flaschen da wesentlich praktischer
- Alkoholfreies Bier – erfrischend und nicht süß
- Mineralwasser, spritzig in 0,5-l-Flaschen – sehr erfrischend und belebend!
- Red Bull (normale Geschmacksrichtung) – mein persönlicher Koffein-Boost der Wahl, wenn es ernst wird und selbst Cola zu schwach wird 😀
- Limonade / Uludag Gazoz – für die Phasen, in denen ich bewusst auf Koffein verzichte. Süß, frisch, angenehm.
- Wasserkanister – für die Homebase unverzichtbar und wichtig, wenn man selbst Pulver mischen will, kurz Hände waschen will etc.. Nicht überall gibt es jederzeit fließendes Wasser vor Ort. Ebenso Zeitersparnis da damit der ein oder andere Weg entfällt.
- Dr. Pepper – enthält Koffein, schmeckt anders als Cola und ist eine willkommene Abwechslung in späteren Runden.
Essen
- Kartoffelpüree – warm, salzig, leicht verdaulich. Eines meiner absoluten Lieblingsgerichte bei langen Runden.
- Kaffeepulver (ggf. auch haltbare Kaffeesahne – Milch eher problematisch wenn man nicht kühlen kann) – für den Espressokocher.
- Kartoffelchips – salzig, knusprig, kalorienreich. Funktionieren auch noch, wenn vieles andere nicht mehr runtergeht.
- Nussmischung / Trailmix (salzig) – gute Fette, Salz und Energie in einem. Ideal für die Hand zwischen zwei Runden.
- Fertiggerichte wie Knorr Kartoffelsnack / Pasta etc. – schnell zubereitet, warm und sättigend. Praktisch, wenn keine Zeit oder Energie zum Kochen bleibt.
- Gels und Riegel – als Backup für unterwegs oder wenn gar nichts anderes mehr möglich ist.
- Gummibärchen – schnelle Kohlenhydrate, leicht zu kauen, und irgendwie immer willkommen.
- Lavapure (Zeolith-Klinoptilolith) – neutralisiert die Säure im Magen, bindet Ammonium / freie Radikale etc und sorgt bei mir für einen stabilen Rennverlauf. (*Affiliate-Link)
Körperpflege & Erste Hilfe
- Anti-Chafing-Gel – absolutes präventives Muss – auch das “Nachschmieren” später im Rennen sollte nicht vergessen werden.
- Lippenpflege – spröde Lippen bei Wind, Kälte oder Sonne werden schnell unangenehm. Klein, leicht, wichtig.
- Zahnbürste und Zahnpasta – klingt übertrieben, ist es nicht. Einmal Zähne putzen kann mental wie ein Neustart wirken.
- Handtücher und Seife / Duschgel – für eine schnelle Erfrischung. Wer sich kurz frisch macht, fühlt sich danach oft wie eine neue Person.
- Sonnenschutzmittel – für Tagesabschnitte unverzichtbar, besonders wenn das Rennen in die heißen Mittagsstunden geht.
- Erste-Hilfe-Set (Blasenpflaster, Tape, Verbandsmaterial) – Blasen und Abschürfungen gehören dazu. Wer schnell reagiert, läuft länger.
- Neu auf meiner Liste ist zukünfitig immer das Fusion2Life Kältespray. Hilft der Muskulatur direkt und aktiviert ATP in den Zellen, egal um Frische wieder zu erlangen oder mögliche Krämpfe bzw. Verletzungen zu behandeln. (*Affiliate-Link)
Was für mich funktioniert, muss nicht für dich funktionieren – probiere aus, streiche was nicht passt, ergänze was fehlt. Die beste Packliste ist immer die, die zu dir persönlich passt.
Bekleidung – nicht ein Outfit, sondern ein System
Kleidung ist beim Backyard Ultra kein Nebenthema. Durch die vielen Runden, die Pausen und den Wechsel von Tag zu Nacht brauchst du deutlich mehr Optionen als bei einem normalen Lauf. Wenn ein Backyard 24 Stunden oder länger dauert, hast du oft genau beides: heiße Stunden am Tag und deutlich kühlere Nächte – dazu Regen, Wind und Tau.
Kleidung sollte deshalb nicht nur fürs Laufen dabei sein, sondern als System funktionieren, das sich schnell anpassen lässt. Ganz wichtig: Alles am besten in wasserdichten Taschen aufbewahren, damit Tau, Regen oder feuchtes Gras nicht langsam alles durchfeuchtet. Nichts ist frustrierender als nasse Ersatzkleidung.
Tasche 1 – Unterwäsche und Kleinzeugs
- Socken von dünn bis dick – sehr sinnvoll. Füße verändern sich im Verlauf des Rennens, werden feucht, schwellen an. Auswahl ist viel wert.
- Unterhosen – trocken und bequem kann nach vielen Stunden ein kleiner mentaler Neustart sein.
- Unterhemden in lang und kurz – je nach Temperatur und Gefühl schnell gewechselt.
- Cap, Buff oder Stirnband – Buff oder Stirnband sind nachts oft angenehmer, weil die Stirnlampe dann nicht so drückt.
- Kleines Handtuch zum Abkühlen – simpel, aber effektiv.
- Handschuhe – tagsüber meist egal, nachts ggf. aber wieder relevant.
- Wadenüberzieher und Armlinge – gute Option für schnelle Temperaturwechsel ohne kompletten Outfitwechsel.
Tasche 2 – Die großen Teile
- Jacke – für kühle Phasen oder längere Stopps.
- Regenjacke – beim Backyard Ultra absolut sinnvoll, weil du eben nicht nach Hause läufst, wenn das Wetter kippt.
- Lange Hose – für Nacht, Kälte oder wenn der Körper runterfährt.
- Shorts und kurze Trikots – Standard für die warmen Tagesstunden.
- Lange Trikots – für den Temperaturwechsel oder wenn du merkst, dass du auskühlst.
- Laufrucksack mit Trinkflaschen – je nach Veranstaltung und Strategie sinnvoll, auch wenn die Homebase nah ist.
- Zweite Stirnlampe – Ersatzbatterien sind gut. Eine komplette Backup-Lampe ist besser. Wenn nachts etwas ausfällt, willst du nicht suchen oder basteln.
Laufschuhe – mehr als ein Paar ist kein Luxus
Ich würde beim Backyard Ultra nie nur ein Paar Schuhe dabeihaben. Eine größere Auswahl ist hier wirklich sinnvoll – und das ist keine Übertreibung.
Wenn es matschig wird, kannst du auf Trailschuhe wechseln (beim O-See Backyard Ultra im Jahre 2025 war das für viele Läufer ein echtes Problem da sie nur normale Straßen-Laufschuhe dabei hatten und die Wege sehr schlammig und rutschig geworden sind). Wenn sich Blasen anbahnen oder ein Modell plötzlich drückt, ist ein anderes Paar oft die einfachste Lösung. Und auch trockene Schuhe nach nassen Runden können mental sehr viel bringen. Viele erfahrene Backyard-Läufer arbeiten mit Ersatzpaaren und unterschiedlichen Modellen – nicht aus Spielerei, sondern weil es funktioniert.
- Mindestens zwei Paar, besser drei – ein Straßenpaar, ein Trailschuh, ggf. ein weiteres bequemes Modell für fortgeschrittene Stunden.
- Trailschuhe für Matsch oder Nässe – auf vielen Kursen unerwartet relevant, bei manchen Läufen schon fast aufgrund des Trail-Anteils “Pflicht”.
- Alternativpaar bei Druckstellen – kann das Rennen retten.
FAQ – Die häufigsten Fragen zur Backyard Ultra Packliste
Reicht die Verpflegung vom Veranstalter beim Backyard Ultra?
Nicht unbedingt. Manche Veranstaltungen haben eine solide Basisversorgung, andere eher das Nötigste. Und selbst wenn genug da ist, heißt das nicht, dass es zu deinen Bedürfnissen passt. Wenn du bestimmte Getränke, Gels, Salz, Koffein oder echtes Essen brauchst, hast du das lieber selbst dabei.
Was muss ich beachten, wenn beim Backyard eine Crew zum Support dabei habe?
Solltest du das Glück haben, fleißige Helfer an deiner Seite zu haben, dann ist Einiges zu beachten. Hier kurze Denkanstöße: Wissen sie was du dabei hast und wo etwas liegt? Wissen sie, in welchen Stunden du was brauchst oder dich an was erinnern sollen (spezielles Essen, Stirnlampe…)? Wissen sie, was dein Plan ist und wie sie sich in Krisenzeiten zu verhalten haben? Haben sie alles dabei, um die langen Wartezeiten gut zu überbrücken? Gibt es einen Plan, wann wer welche Stunde covert? Du siehst, es gibt viele Fragen die zuvor zu klären sind – alleine hierüber könnte man einen eigenen Artikel schreiben. Tipp: Setze dich schon 2 Wochen zuvor mit ihnen zusammen und erkläre und lass sie fragen. Auch vor Ort sollte nochmals ein Meeting angesetzt werden wo du zeigst wo was ist.
Warum ist die Homebase beim Backyard Ultra so wichtig?
Weil dein persönliches Ergebnis nicht nur auf der Runde entsteht, sondern auch dazwischen. Essen, Trinken, Umziehen, Laden, kurz sitzen, Problemstellen versorgen – all das passiert in wenigen Minuten. Wenn alles griffbereit ist, spart das Kraft, Zeit und Nerven.
Wie viele Paar Schuhe sollte ich zu einem Backyard Ultra mitnehmen?
Mehr als ein Paar. Unterschiedliche Modelle helfen, wenn der Untergrund kippt, die Füße anschwellen oder Blasen auftauchen. Bei Matsch sind Trailschuhe oft die bessere Wahl, bei Druckstellen kann ein anderes Modell das Rennen retten.
Sollte ich einen Backyard mit Rucksack laufen?
Ich habe in der Regel immer einen Rucksack dabei gehabt. Zwar sehr leicht gepackt, aber ich hatte immer das notwendigste dabei. Also eine Flasche mit Wasser, Kleinigkeit zu Essen, ggf. Regenjacke, ggf. Handy
Welche Kleidung brauche ich für einen Backyard Ultra?
Nicht nur ein Outfit, sondern Optionen. Tagsüber kann es warm bis heiß werden, nachts kühl bis unangenehm kalt. Dazu kommen Regen, Wind und Tau. Gute Backyard-Kleidung ist deshalb vor allem anpassbar – und am besten in wasserdichten Taschen verstaut.
Brauche ich beim Backyard Ultra nachts zwingend eine Stirnlampe?
Bei Nachtpassagen: ja. Bei manchen Backyards ist sie für Abend- und Nachtabschnitte sogar Pflicht. Plane Ersatzbatterien ein – und idealerweise eine zweite komplette Lampe. Eine kaputte Lampe nachts ist kein Spaß.
Was sollten Helfer bei einem Backyard Ultra zusätzlich dabei haben?
Eigene Getränke, eigenes Essen und alles, was sie für viele Stunden am Platz brauchen. Crew ist nicht nur ‚mit dabei‘, sondern arbeitet aktiv mit. Wenn die Helfer selbst unterversorgt sind, merkt das irgendwann auch der Läufer. Bei manchen Events ist die Aid-Station-Verpflegung sogar ausdrücklich nur für registrierte Läufer vorgesehen.
Fazit: Vorbereitung ist kein Vorteil – sie ist die Voraussetzung
Ein Backyard Ultra verlangt dir alles ab. Die Runden sind kurz genug, um immer wieder anzufangen – und lang genug, um dich an deine echte persönliche Grenze zu bringen. Was dich länger hält, ist nicht nur dein Fitness-Level. Es ist, wie gut du vorbereitet bist.
Eine funktionierende Homebase, eine Crew die mitdenkt, Kleidung die passt und Verpflegung die du wirklich verträgst – das ist keine Spielerei – das ist die Grundlage dafür, dass du dein persönliches Maximum abrufen kannst.
Packe so, dass du in Runde 5, 10, 24 oder 44 noch weißt, wo alles ist. Dann hast du die beste Chance, dich selbst zu übertreffen – egal ob das Runde 8 oder Runde 28 ist.
Ach ja, fast vergessen: Denk auf jeden Fall daran, noch gemütliche Wechselkleidung und Duschsachen für nach dem Rennen einzupacken. In diesem Sinne wünsche ich dir alles Gute für deinen nächsten Backyard Ultra.
Dein Stefan von TrailAway.de
